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Friedhelm Schneider
Wahrnehmungen der Wirklichkeit.
Ein philosophisch-theologischer Essay
332 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-155-0, € 19,90
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Philosophische Begründungsbemühung hat
spätestens seit Descartes die Gestalt einer
Selbstvergewisserung der Vernunft. Das Gewisse gilt
als das Wahre, und als das Wirkliche gilt das, was
dieser Gewißheit zu genügen vermag. Die
vorliegende Arbeit stellt sich in die Reihe derjenigen,
die der Leitfigur neuzeitlichen Philosophierens,
dem Selbstbewußtsein als Grund der Erkenntnis,
mißtrauen. Sie bemüht sich um eine
phänomenologische Bestimmung der zahlreichen
Erfahrungen, in denen die Selbstgewißheit
immer auch eine Gestalt gewußten Nichtwissens
ist, untrennbar verknüpft mit der Unbekanntheit
des Selbst und der Grundlosigkeit des Wissens. In
der denkenden Aneignung dieser Erfahrung findet sich
die Arbeit auf einem Weg, der philosophische
Erkenntnis und christliches Bekenntnis einander zu
nähern verspricht. Sie will auf diesem Weg
einen neuen Sinn wecken für die fast vergessene
Bedeutung von Erkenntnis, nach der es nur eine
Erkenntnis gibt, nämlich die Erkenntnis Gottes.
»Ein moderner, großer Essay über
ein zentrales Thema der Philosophie. Die
Ausführung ist sprachlich überzeugend,
ja glänzend, bisweilen geradezu elegant.
Der Text ist ganz aus einem Guß. Für
den, der liest, ein gewinnbringendes Exercitium.«
Prof. Dr. Klaus Hartmann
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Klaus Bort
Personalität und Selbstbewußtsein.
Grundlagen einer Phänomenologie der
Bezogenheit
323 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-179-8, € 39,00
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Thema des Buches ist eine philosophische Bestimmung
des Selbstbewußtseins im Rahmen einer Phänomenologie
der Bezogenheit von Denken und Sein. Erst in diesem
Horizont, so lautet die Grundthese, lassen sich die
strukturellen Aporien in der Fassung des
Selbstbewußtseins vermeiden, und erst von hier aus
wird der kategoriale Grund philosophischer Besinnung
deutlich. Im Mittelpunkt steht daher die Entfaltung
dieser grundlegenden Bezogenheit als ein Verhältnis
dreier Verhältnisse: der ontologischen Differenz von
Sein und Seiendem, der hermeneutischen Differenz des
Etwas als Etwas und der intentionalen Differenz von
Fremd- und Selbstbezug. In einem philosophischen
Gespräch mit Aristoteles und Augustinus, mit
Descartes, Kant und Hegel sowie in Auseinandersetzung
mit den phänomenologisch geprägten Konzeptionen von
Brentano, Husserl und Sartre wird dieser Grund
erörtert. Aus ihm heraus läßt sich die philosophische
Frage nach dem Selbstbewußtsein zureichend nur in der
Auslegung seiner personalen Erscheinungsweisen wie
Sprache, Freiheit und Tod beantworten.
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Wolfgang von der Weppen
Der Spaziergänger. Eine Gestalt, in
der Welt sich vielfältig bricht
249 Seiten, kartoniert, mit 13 Abbildungen, ISBN 3-89308-186-2, € 19,00
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Der Spaziergänger: in der Balance stehend von innerer
Welt, von Meditation, Reflexion oder Tagtraum und von
äußerer Welt, in der man sich bewegt und findet, sich
findet in der Atmosphäre eines Viertels, einer Vorstadt,
einer Landschaft. So zeigt sich der Spaziergänger in
der bildenden Kunst, in der Literatur oder in realer
Erscheinung als charmanter Genießer im Corso, ebenso
wie als urbaner Flaneur oder als bürgerlicher
Grenzgänger zwischen Vorstadt und »freier«
Natur; er zeigt sich als philosophierender
Peripatetiker in gleicher Weise wie als einsamer,
streifender Wanderer, beobachtend, schauend, in den
Entdeckungen der Nähe die abenteuerliche Ferne suchend.
Es mehren sich aber die Stimmen, die unter dem Druck
entindividualisierter Freitzeitrituale dem
Spaziergänger das Ende vorhersagen. Dennoch gilt
diesem Phänotypus die Zuneigung des Essays selbst
dann, wenn ihm jenseits seiner nostalgischen Aura
das Überleben gewiß schiene.
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Günther Wille
Akroasis. Der akustische Sinnesbereich in
der griechischen Literatur bis zum Ende der
klassischen Zeit
2 Bände, 1177 Seiten, gebunden, ISBN 3-89308-314-6, € 98,00
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I. Hören als Funktion steht in
dreifacher Weise zu anderen Tätigkeiten im Gegensatz:
Es ist eine zum Sehen parallele und eine für das Sehen
eintretende Wahrnehmungsfunktion. Es steht im Gegensatz
zum Handeln im Sinne der Rezeptivität und Passivität.
In der zwischenmenschlichen Beziehung stellt es den
Gegenpol zum Reden dar. Die Statistik der
Zusammenstellungen beider Bereiche ergibt, daß der
optische Sinnesbereich in der überwiegenden Mehrzahl
dem akustischen vor- oder übergeordnet ist. Jedoch
ist die Folgerung, die Griechen seien Augenmenschen
gewesen, daraus nicht zu ziehen. Eine qualitative
Untersuchung vermag die relative Bedeutung des
Gehörs herauszustellen, und hierbei ergibt sich, daß
die Griechen Augen- und Ohrenmenschen als
wirklichkeitsnahe Sinnenmenschen gewesen sind.
II. Im akustischen Sinnesbereich
können nicht nur die historischen Grundlagen der
Einzelwissenschaften erforscht werden, sondern es
wird ein Humanum erfaßt, durch das die Wurzeln der
körperlichen, seelischen und geistigen Existenz des
Menschen deutlicher erkennbar werden.
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Günter Figal
Interpretationen der Wahrheit
303 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-343-X, € 34,00
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Volker Gerhardt
Wahrheit und Öffentlichkeit
Tilman Borsche
Wahrheit und Bedeutung
Rahmenbedingungen des philosophischen Denkens
Hans-Helmuth Gander
Die Wahrheit des Verstehens
Dorothea Frede
Platon und die Augen des Geistes
als Zugang zur Wahrheit
Hubertus Busche
Die interpretierende Kraft der Aisthesis
Wahrheit und Irrtum der Wahrnehmung bei Aristoteles
Lore Hühn
Die Wahrheit des Nihilismus
Schopenhauers Theorie der Willensverneinung
im Lichte der Kritik Friedrich Nietzsches und
Theodor W. Adornos
Wolfgang Detel
Wahrheit und Repräsentation
Winfried Franzen
Wahrheitsnimbus, Wahrheitsdeflation,
Wahrheitsdepotenzierung
Pirmin Stekeler-Weithofer
Zur Pragmatik des Wahrheitsbegriffs
Georg Zenkert
Praktische Orientierung
Der Wahrheitsanspruch der Rhetorik
Gottfried Boehm
Begriffe und Bilder
Über die Grenzen sokratischen Fragens
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Roberto Rubio
Zur Möglichkeit einer Philosophie des Verstehens. Das produktive Scheitern Heideggers
201 Seiten, kartoniert, ISBN 3-89308-386-3, € 22,00
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Das Buch bildet die Frage aus, wie die sachorientierte Vorgehensart der Philosophie am Phänomen des Verstehens zu entfalten ist. Dazu werden Heideggers Schriften zwischen 1927 und 1932 erörtert. Die Texte dieser Periode dokumentieren den gedanklichen Prozess, in dem Heidegger seine Auffassung des Zusammenhangs von Philosophie und Sache mit Hilfe des Verstehensbegriffs in Sein und Zeit programmatisch darstellt, sie dann weiterentwickelt und dabei auf die innere Grenze seines Ansatzes stößt. Das Scheitern des Heideggerschen Programms, so lautet die Grundthese, ist jedoch ein produktives. Die Abhandlung versucht, relevante Elemente zum Weiterdenken der hermeneutischen Thematik aus ihm zu entnehmen.
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Hans-Dieter Bahr
Zeit der Muße – Zeit der Musen
235 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-408-1, € 24,00
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Was könnte ferner liegen angesichts der Nöte und Bedrängnisse der Zeiten, als sich um ein Verständnis der Zeit-Weisen von ›Muße‹ und ›Musen‹ zu bemühen? Was aber läge näher, als von der Zeitnot der Welt und ihren Weglosigkeiten einen Abstand finden zu wollen, der allererst einen Blick auf sie zu ermöglichen vermag? Muße zu erreichen und sie durch musische Bildung zu gestalten, galt in Europa über drei Jahrtausende lang als das höchste Ziel aller menschlichen Aktivitäten. Ausdrücke von einst gewaltigem Gehalte – mousai und schole – sprachen davon, wie uns Zeit überhaupt gewährt sein könne. In wenigen Jahrzehnten aber legte sich über sie ein verstaubt klingender Unterton. Heute bemühen sich staatliche und wirtschaftliche Kräfte darum, sie als ›zeitaufwendig‹ vollends aus dem öffentlichen Leben zu tilgen. Und Zeit wurde selbst in der Freizeitindustrie knapp. – Doch von welcher Zeit ist die Rede?
Es werden in dieser Abhandlung die herrschenden Auffassungsweisen von Zeit und Zeitlichkeit erörtert, wie sie sich verhüllend über eine der Muße und den Musen eigene Zeit gelegt haben. Es soll wieder verständlich werden, was es hieß, in der Muße läge die höchste Tätigkeit und die Musen schenkten uns die der Schönheit eigene Zeitlichkeit.
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Dietmar Koch, Irmgard Männlein-Robert, Niels Weidtmann (Hrsg.)
Platon und das Göttliche – Antike-Studien Band 1
232 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-89308-413-5, € 29,90
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„Denn Gott naht nicht unmittelbar dem Menschen, sondern durch diese Vermittlung des Dämonischen vollzieht sich aller Umgang und alle Zwiesprache der Götter mit den Menschen, im Wachen sowohl wie im Traum. Und wer in diesen Dingen weise ist, der ist ein dämonischer Mann …“ (Platon, Symposion 203a)
Francesco Aronadio Das Göttliche und die Götter in der pseudoplatonischen Schrift Epinomis
Damir Barbaric Der Ursprung der Gottlosigkeit
Michael Erler Charis und Charisma. Zwei Bilder vom Weisen und ihre Diskussion in Platons Dialogen
Franco Ferrari Der entmythologisierte Demiurg
Filip Karfik Der Gottesbegriff Platons
Dietmar Koch Zur Bewegung der göttlichen und der menschlichen Seele in Platons Dialog Phaidros
Irmgard Männlein-Robert Zur Typologie des idealen Gottes in Platons Politeia II
Georgia Mouroutsou Die Frage nach der schlechten Seele in Nomoi X
Manuel Schölles Die Mysterien des Schönen. Mýesis und epopteía in Platons Symposion
Karl-Heinz Stanzel Zum Schlussmythos des platonischen Phaidon
Thomas Alexander Szlézak Zur Bedeutung von theophilés bei Platon
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